03/10/2018

Mehlig.

Minneapolis. Gestern angekommen. LuMINN Hotel. Ein Zimmer zu wenig. Gebucht zwar. Bestätigung zwar. Hochgezogene Augenbrauen. Gemurmel. Zumindest die ersten Zimmer können bezogen werden. Das eine, das kommt dann noch. Keine Zeit daran einen Gedanken zu verschwenden. Die Umgebung muss erkundet werden zu einer ersten Orientierung. Google Maps. Apple Maps. Nicht in Minneapolis. Die Wege verrutschen, die Anweisung wechseln. Im Kreis laufen. Ein Weg von zwei Minuten bewältigen wir locker in vierzig. Analoge Map. Im Visitor Centerumsonst und unabhängig von WiFi und Datenroaming. Genöle aus den hinteren Reihen. Hunger. Subwayund Five Guys. Das muss schneller. Für 14.00 Uhr ist die Führung im Walker Art Centergebucht. Wir stehen fast davor. Und gehen in die entgegengesetzte Richtung. Um 14.04 Uhr durch die Eingangstür. Rhonda, unser guide, wartet schon. You’re Germans. I thought you’d be right on time.Für gerade in Minneapolis angekommen, quer durch Downtown marschiert, fanden wir uns gar nicht so schlecht – even  for Germans. Das Thema der Tour und des Workshops ist mapping. Orientiert an einem Kunstwerk der Ausstellung I am you You are toosoll von den Schülerinnen und Schülern je ein Produkt aus drei Ebenen bestehen: Die erste Ebene zeigt einen Ort, der ähnlich wie ein Stadtplan oder ein Grundriss fixiert werden soll. Darüber wird eine Ebene gelegt, die zeigen soll, welche Erinnerungen man von diesem Ort mitnimmt. Und die letzte Ebene stellt die Auseinandersetzung mit sich selbst dar. Nach den Erfahrungen der letzten zwei Wochen ist das für einige eine intensive Arbeit. Dem entgegengestellt ist der heutige Besuch des Mill City Museum. Minneapolis wurde groß mit der Produktion von – Mehl. Mehl, das in alle Teile Amerikas – und der Welt – verkauft wurde. Ein Rückblick auf die Anfänge und die Entwicklung der Stadt, der schließlich im baking labankommt. In einer Stunde werden mit verschiedenen Mehlsorten Cookies gebacken, eine Werbung entworfen, Markennamen erfunden (z.B. cookieNATOr, Sunny, All Purpose) und die Cookies getestet. Vier Cookies hintereinander liegen schon recht schwer im Magen.

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